Richtet die Authentifizierungsoptionen für das System ein.
Dieser Befehl ähnelt dem Befehl
authconfig, der nach der Installation
ausgeführt werden kann. Standardmäßig wird statt
Shadow-Passwörtern die normale Verschlüsselung
verwendet.
--enablemd5
Verwenden von MD5-Verschlüsselung für die
Benutzerpasswörter.
--enablenis
Aktiviert die NIS-Unterstützung.
Standardmäßig verwendet
--enablenis die nächste
Domäne, die im Netzwerk gefunden wird. Eine
Domäne sollte fast immer manuell eingestellt werden
(über --nisdomain).
--nisdomain
NIS-Domänenname für NIS-Dienste.
--nisserver
Server für NIS-Dienste (Standardvorgabe ist Broadcast).
--useshadow
Shadow-Passwörter verwenden.
--enableldap
Aktiviert die LDAP Unterstützung in
/etc/nsswitch.conf und
ermöglicht es Ihrem System, Informationen über
Benutzer (UIDs, Home-Verzeichnis, Shells etc.) aus einem
LDAP-Verzeichnis abzufragen. Um diese Option verwenden zu
können, muss das Paket nss_ldap
installiert sein. Außerdem müssen Sie einen
Server und einen Basis-DN angeben.
--enableldapauth
Verwenden Sie LDAP als Methode zur Authentifizierung.
Dadurch wird das Modul pam_ldap in
die Lage versetzt, Authentifizierungen und
Passwortänderungen unter Verwendung eines
LDAP-Verzeichnisses vorzunehmen. Um diese Option
verwenden zu können, muss das Paket
nss_ldap installiert sein.
Außerdem müssen Sie einen Server und einen
Basis-DN angeben.
--ldapserver=
Der Name des verwendeten LDAP-Servers, wenn Sie entweder
--enableldap oder --enableldapauth angegeben haben. Diese
Option wird in der Datei
/etc/ldap.conf eingerichtet.
--ldapbasedn=
Der eindeutige Name (Distinguished Name, DN) in Ihrem
LDAP-Verzeichnisbaum, unter dem die Benutzerinformationen
gespeichert sind. Diese Option wird in der Datei
/etc/ldap.conf eingerichtet.
--enablekrb5
Verwenden Sie Kerberos 5 zur Überprüfung von
Benutzern. Kerberos selbst kann keine Informationen
über Home-Verzeichnisse, UIDs oder Shells abrufen.
Das bedeutet: Wenn Sie Kerberos aktivieren, müssen
Sie auch weiterhin noch LDAP, NIS oder Hesiod aktivieren,
falls Sie es vermeiden möchten, den Befehl
/usr/sbin/useradd zu verwenden, um
Informationen zu Accounts dieser Workstation zu
übergeben. Um diese Option verwenden zu können,
muss das Paket pam_krb5 installiert
sein.
--krb5realm
Der Kerberos 5 Realm, zu dem Ihre Workstation gehört.
--krb5kdc
KDC (Key Distribution Center) oder KDCs, die Anfragen
für den Realm (d.h. Gültigkeitsbereich)
bearbeiten. Falls sich mehrere KDCs in Ihrem Realm
befinden, müssen Sie ihre Namen durch Komma trennen
(,).
--krb5adminserver
Das KDC in Ihrem Realm, das ebenfalls kadmind
ausführt. Dieser Server, der (falls Sie über
mehr als ein KDC verfügen) nur auf dem Master-KDC
ausgeführt werden kann, bearbeitet
Passwortänderungen und andere
Verwaltungsanforderungen.
--enablehesiod
Aktivieren Sie die Hesiod-Unterstützung, um
Home-Verzeichnisse von Benutzern, UIDs und Shells
anzuzeigen. Weitere Informationen dazu, wie Sie Hesiod in
Ihrem Netzwerk einrichten und verwenden, finden Sie in
der Datei
/usr/share/doc/glibc-2.x.x/README.hesiod,
die im Lieferumfang des Paketes
glibc enthalten ist. Hesiod ist eine
Erweiterung des DNS und verwendet DNS-Datensätze, um
Informationen über Benutzer, Gruppen und andere
Objekte zu speichern.
--hesiodlhs
Die Option Hesiod LHS ("left-hand side", linke
Seite), die in /etc/hesiod.conf
eingerichtet wird. Diese Option wird von der
Hesiod-Bibliothek verwendet, um den Namen zu bestimmen,
nach dem im DNS bei der Abfrage von Informationen gesucht
werden soll. Die Funktionsweise ähnelt der Art, wie
LDAP einen Basis-DN verwendet.
--hesiodrhs
Die Option Hesiod RHS ("right-hand side",
rechte Seite), die in
/etc/hesiod.conf eingerichtet wird.
Diese Option wird von der Hesiod-Bibliothek verwendet, um
den Namen zu bestimmen, nach dem im DNS bei der Abfrage
von Informationen gesucht werden soll. Die Funktionsweise
ähnelt der Art, wie LDAP einen Basis-DN verwendet.
Tipp
Um z.B. Benutzerinformationen zu "jim"
anzuzeigen, sucht die Hesiod-Bibliothek nach
jim.passwd<LHS><RHS>.
Das Suchergebnis wäre dann ein TXT-Eintrag, der
dem Passworteintrag des Benutzers "Jim"
entspricht (jim:*:501:501:Jungle
Jim:/home/jim:/bin/bash). Dieselbe
Vorgehensweise gilt auch für Gruppen, mit dem
einzigen Unterschied, dass hier
jim.group<LHS><RHS>
verwendet würde.
Es kann auch anhand von Nummern nach Benutzern und
Gruppen gesucht werden. Dazu muss "501.uid"
als CNAME für "jim.passwd" und
"501.gid" als CNAME für
"jim.group" angegeben werden. Bitte beachten
Sie, dass keine Punkte . vor LHS und
RHS gesetzt werden, wenn die Bibliothek den zu
suchenden Namen bestimmt, obwohl LHS und RHS meist mit
Punkten beginnen.
Auf den meisten PCI-Systemen erkennt das Installationsprogramm
automatisch die meisten Ethernet- und SCSI-Karten
ordnungsgemäß. Auf älteren Systemen und einigen
PCI-Systemen muss Kickstart jedoch beim Finden der richtigen
Geräte unterstützt werden. Der Befehl device weist
Anaconda an, Zusatzmodule zu
installieren. Die Befehlssyntax ist wie folgt:
device <Typ><Modulname> --opts
<Optionen>
Als <Typ> sollte
"scsi" oder "eth" angegeben werden, und der
<Modulname>
ist der Name des Kernel-Moduls, das installiert sein sollte.
--opts
Optionen, die an das Kernelmodul übergeben werden
sollen. Beachten Sie, dass durch das Einschließen
in Anführungszeichen mehrere Optionen übergeben
werden können. Beispiel:
Beim Kickstart können Treiberdisketten verwendet werden.
Kopieren Sie dazu den Inhalt einer Treiberdiskette in das
Root-Verzeichnis einer Partition auf der Festplatte des Systems,
und verwenden Sie dann den Befehl driverdisk,
um das Installationsprogramm anzuweisen, wo es danach suchen soll.
driverdisk <Partition> [--type
<FS-Typ>]
<Partition> ist die Partition,
in der sich die Treiberdiskette befindet.
Gibt die Standardsprache für das installierte System an. Die
angegebene Sprache wird während der Installation und zur
Konfiguration aller sprachspezifischen Aspekte des installierten
Systems verwendet. Wenn Sie zum Beispiel die Sprache Deutsch
einrichten möchten, lautet der entsprechende Eintrag in der
Kickstart-Datei:
Gibt an, wie der Bootloader auf dem System installiert werden
soll. Standardmäßig wird LILO in den MBR der ersten
Festplatte installiert. Wenn eine DOS-Partition gefunden wird,
wird ein Dual-Boot-System installiert. (Das DOS/Windows-System
wird gebootet, wenn am
LILO:-Prompt
dos durch den Benutzer eingegeben wird.)
--append<Parameter>
Angabe von Kernelparametern.
--linear
Verwendung der linearen LILO-Option.
Dies dient nur der Abwärtskompatibilität.
(Linear wird inzwischen als Standardeinstellung
verwendet.)
--location
Gibt an, wo der LILO-Booteintrag gespeichert wird.
Gültige Werte sind mbr
(Standardvorgabe), partition
(installiert den Bootloader in den ersten Sektor der
Partition, in der sich der Kernel befindet) oder none,
wodurch keine Bootloader installiert wird.
Wenn diese Angabe vorhanden ist, prüft das
Installationsprogramm, ob sich LILO im MBR der ersten Festplatte
befindet und startet das System neu, falls dies zutrifft - in
diesem Fall wird keine Installation durchgeführt. Dadurch
kann verhindert werden, dass Kickstart ein bereits installiertes
System nochmals installiert.
Konfiguriert die Maus für das System, sowohl für den
grafischen Modus als auch für den Textmodus. Optionen:
--device<Gerät>
Das Gerät, an dem die Maus angeschlossen ist
(z.B. --device ttyS0).
--emulthree
Wenn das X Window System installiert ist, werden die
linke und die rechte Maustaste zum Emulieren einer
dritten Maustaste verwendet (bei
Zwei-Tasten-Mäusen).
Nach den Optionen kann einer der folgenden Maustypen
angegeben werden:
Wenn der Befehl mouse ohne Argumente angegeben oder
weggelassen wird, versucht das Installationsprogramm, die
Maus selbst zu erkennen (funktioniert bei den meisten
neueren Mäusen).
Konfiguriert Netzwerkinformationen für das System. Wenn
diese Option nicht angegeben ist und die Kickstart-Installation
keine Netzwerkfunktion erfordert (also keine Installation
über NFS), wird keine Netzwerkfunktionalität für
das System konfiguriert. Wenn die Installation
Netzwerkfunktionalität erfordert, geht
Anaconda davon aus, dass über
eth0 und eine dynamische IP-Adresse (BOOTP/DHCP) installiert
werden soll, und konfiguriert das fertig installierte System so,
dass seine IP-Adresse automatisch bestimmt wird. Der Befehl
network konfiguriert die Netzwerkinformationen für
Netzwerk-Kickstart-Installationen und für das fertig
installierte System.
--bootproto
Eine der folgenden Angaben: dhcp,
bootp, oder
static (Standardvorgabe DHCP,
dhcp und
bootp werden gleich behandelt).
static muss angegeben werden, wenn
statische IP-Informationen verwendet werden sollen.
--device<Gerät>
Wird verwendet, um ein spezifisches Ethernet-Gerät
für die Installation auszuwählen. Bitte
beachten Sie: Der Befehl --device<Gerät> wird erst
dann wirksam, wenn es sich bei der Kickstart-Datei um
eine lokale Datei handelt (z.B. ks=floppy), da das
Installationsprogramm das Netzwerk für das Auffinden
der Kickstart-Datei konfiguriert. Beispiel:
network --bootproto dhcp --device eth0
--ip
IP-Adresse des zu installierenden Rechners.
--gateway
Standard-Gateway als IP-Adresse.
--nameserver
Primärer Nameserver als IP-Adresse.
--netmask
Netzmaske für das installierte System.
--hostname
Rechnername für das installierte System.
Es gibt drei Möglichkeiten zur Netzwerkkonfiguration:
DHCP
BOOTP
statisch
Bei der DHCP-Methode bezieht das System die Informationen zur
Netzwerkkonfiguration von einem DHCP-Serversystem. Die
BOOTP-Methode benötigt entsprechend einen BOOTP-Server, der
die Informationen zur Netzwerkkonfiguration liefert.
Bei der statischen Methode müssen Sie selbst alle
erforderlichen Informationen zum Netzwerk in die Kickstart-Datei
eintragen. Diese Informationen sind statisch, d.h. sie werden
während der Installation und auch nach der Installation
verwendet.
Mit der folgenden Zeile weisen Sie ein System an, die
Netzwerkkonfiguration über DHCP zu beziehen:
network --bootproto dhcp
Entsprechend bestimmt die nächste Zeile für diese
Aufgabe einen BOOTP-Server:
network --bootproto bootp
Wenn Sie die statische Methode gewählt haben, ist die Zeile
etwas komplexer, da Sie alle Konfigurationsinformationen in einer
Zeile angeben müssen. Die folgenden Angaben sind
obligatorisch:
Die gesamte Netzwerkkonfigurationmuss in einer Zeile untergebracht
werden. Nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben
wir in diesem Beispiel Zeilenumbrüche eingefügt.
Beachten Sie bitte die folgenden Einschränkungen, die
für die statische Methode gelten:
Alle statischen Informationen zur Netzwerkkonfiguration
müssen in einer Zeile angegeben
werden. Es ist nicht möglich, Zeilen z.B. mit Hilfe
eines umgekehrten Schrägstrichs umzubrechen.
Am <Mountpoint> ist die
Partition gemountet. Die Angaben müssen mit einer der
folgenden Methoden gemacht werden:
/<Mountpoint>
(z.B. /,
/usr, /home)
swap
Die Partition wird als Swap-Bereich verwendet.
raid.<id>
Die Partition wird für Software-RAID verwendet
(siehe Befehl raid weiter unten).
--size <Größe>
Legt die Mindestgröße der Partition fest
--grow
Weist die Partition an, sich an den verfügbaren
Platz (falls vorhanden) anzupassen oder die maximale
Größe anzunehmen.
--maxsize <Größe>
Richtet die maximale Partitionsgröße ein,
wenn die Partition angewiesen wurde, ihre
Größe anzupassen.
--noformat
Weist das Installationsprogramm an, die Partition nicht
zu formatieren, damit sie für die Verwendung mit dem
Befehl --onpart zur Verfügung
steht.
--onpart <Partition>
oder --usepart <Partition>
Weist das Installationsprogramm an, die Partition auf dem
bereits vorhandenen Gerät
<Partition> anzulegen.
partition /home --onpart hda1 legt zum
Beispiel /home auf Gerät
/dev/hda1 an, das bereits vorhanden
sein muss.
--ondisk <Laufwerk>
Erzwingt die Erstellung der Partition auf einer
speziellen Festplatte. --ondisk sdb
legt die Partition zum Beispiel auf der zweiten
Systemfestplatte an.
--onprimary <N>
Erzwingt die Erstellung der Partition auf der
primären Partition
<N> oder ein
Fehlschlagen der Partitionserstellung.
<N> kann die Werte
1 bis 4 annehmen.
--asprimary <N>
Erzwingt die automatische Zuweisung als primäre
Partition <N> oder ein
Fehlschlagen der Zuweisung.
<N> kann die Werte
1 bis 4 annehmen.
--bytes-per-inode=<N>
<N> steht für die
Anzahl Byte pro Inode im Dateisystem, während dieses
erstellt wird. Der Wert muss im Dezimalformat angegeben
werden. Diese Option ist besonders bei Anwendungen
nützlich, bei denen Sie die Anzahl der Inodes im
Dateisystem erhöhen möchten.
--type=<X>
Stellt den Partitionstyp auf
<X> ein, wobei
<X> für einen
nummerischen Wert steht.
Alle erstellten Partitionen werden während des
Installationsvorgangs formatiert, es sei denn, Sie verwenden die
Befehle --noformat und
--onpart.
Bitte beachten
Falls der Befehl --clearpart in der Datei
ks.cfg verwendet wird, dann kann
--onpart nicht für eine logische
Partition verwendet werden.
Bitte beachten
Falls die Partitionierung aus irgendeinem Grund nicht
vorgenommen werden kann, werden auf VC3 Diagnosemeldungen
angezeigt.
Am <Mountpoint> wird das
RAID-Dateisystem gemountet. Bei / muss RAID
Level 1 verwendet werden, es sei denn, es ist eine Boot-Partition
vorhanden (/boot). In diesem Fall muss die
/boot-Partition vom Typ Level 1 sein.
Für den Typ der Root (/)-Partition kann
jeder der verfügbaren Typen festgelegt werden.
<Partitionen*> (* deutet an,
dass mehrere Partitionen aufgeführt werden können) gibt
die RAID-Bezeichnungen an, die zum RAID-Array hinzugefügt
werden sollen.
--level <Level>
Zu verwendender RAID-Level (0, 1 oder 5).
--device <RAID-Gerät>
Bezeichnung des zu verwendenden RAID-Gerätes (z.B.
md0 oder m1). Für RAID-Geräte können die
Bezeichnungen md0 bis md7 (und jede nur einmal) verwendet
werden.
Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel dafür, wie eine
Partition vom Typ RAID Level 1 für /
und eine Partition vom Typ RAID Level 5 für
/usr erstellt wird. In diesem Beispiel wird
davon ausgegangen, dass im System drei SCSI-Platten vorhanden
sind. Es werden außerdem drei Swap-Partitionen erstellt,
auf jedem Laufwerk eine.
part raid.01 --size 60 --ondisk sda
part raid.02 --size 60 --ondisk sdb
part raid.03 --size 60 --ondisk sdc
part swap --size 128 --ondisk sda
part swap --size 128 --ondisk sdb
part swap --size 128 --ondisk sdc
part raid.11 --size 1 --grow --ondisk sda
part raid.12 --size 1 --grow --ondisk sdb
part raid.13 --size 1 --grow --ondisk sdc
Neustart nach fertig gestellter Installation (keine Argumente).
Normalerweise zeigt Kickstart eine Meldung an und wartet darauf,
dass der Benutzer zum Neustart eine Taste betätigt.
Konfiguriert das X Window System. Wenn diese Option nicht
angegeben wird, muss X während der Installation vom Benutzer
manuell konfiguriert werden, falls X installiert wurde. Diese
Option sollte nur verwendet werden, wenn X auf dem Endsystem
installiert ist.
--noprobe
Keine Monitor-Erkennung.
--card <Karte>
Verwendung von Karte
<Karte>. Der Kartenname
muss in der Kartenliste in
Xconfigurator enthalten sein.
Wenn dieses Argument nicht angegeben wird, fragt
Anaconda den PCI-Bus nach der
Karte ab.
--monitor <Monitor>
Verwendung des Monitors
<Monitor>. Der
Monitorname muss in der Monitorliste in
Xconfigurator enthalten sein.
Diese Angabe wird ignoriert, wenn
--hsync oder
--vsync angegeben ist. Wenn keine
Monitorinformationen angegeben sind, wird die
Monitorerkennung über Plug-and-Play
durchgeführt.
--hsync <Monitorfrequenz>
Gibt die Horizontalfrequenz des Monitors an.
--vsync <Monitorfrequenz>
Gibt die Bildwiederholrate des Monitors an.
--defaultdesktop=(GNOME oder
KDE)
Stellt als Standard-Desktop entweder GNOME oder KDE ein
(und geht davon aus, dass GNOME und/oder KDE durch
%packages installiert wurde).
--startxonboot
Verwendung eines grafischen Dialogfelds für die
Anmeldung (Runlevel 5) für das installierte System.
Wenn "zerombr" angegeben wird und "yes" das
einzige Argument ist, werden alle auf den Festplatten gefundenen
ungültigen Partitionstabellen initialisiert. Dadurch wird
der gesamte Inhalt der Festplatten mit ungültigen
Partitionstabellen gelöscht. Verwendung:
Der Befehl %packages steht am Beginn eines
Kickstart-Dateiabschnitts, in dem die zu installierenden Pakete
aufgeführt sind (nur für Installationen, die Paketauswahl bei
Aktualisierungen wird nicht unterstützt).
Pakete können als Komponenten oder als einzelne Paketnamen
angegeben werden. Das Installationsprogramm definiert verschiedene
Komponenten, in denen Pakete mit ähnlichen Funktionen
zusammengefasst sind. Eine Liste der Komponenten finden Sie in der
Datei RedHat/base/comps auf jeder Red Hat Linux CD-ROM.
Die Zeilen zur Angabe von Komponenten beginnen mit einer Zahl, gefolgt
von einem Leerzeichen und dem Namen der Komponente. In dieser
Komponente sind die einzelnen Komponenten Zeile für Zeile
aufgelistet. Einzelpaketen ist keine Zahl vorangestellt.
Zusätzlich gibt es drei weitere Zeilentypen in der Datei
comps:
Architekturspezifisch (alpha:, i386: und sparc64:)
Wenn ein Paketname mit einem Architekturtyp beginnt, muss nur
der Paketname eingegeben zu werden, nicht der Architekturname.
Beispiel:
Für i386: netscape-common. Es muss nur
der Teil netscape-common angegeben werden,
damit dieses Paket installiert wird.
Zeilen mit vorangestelltem ?
Zeilen, die mit ? beginnen, gelten nur
für das Installationsprogramm. Diese Zeilentypen brauchen
Sie nicht zu beachten.
Zeilen, mit vorangestelltem --hide
Wenn ein Paketname mit --hide beginnt, muss
nur der Paketname ohne --hide angegeben
werden. Beispiel:
Bei --hide KDE Workstation muss nur der Teil
KDE Workstation angegeben werden, um dieses
Paket zu installieren.
Normalerweise reicht es aus, wenn Sie nur die gewünschten
Komponenten und nicht die einzelnen Pakete angeben. Bitte beachten Sie,
dass standardmäßig immer die Basis-
Komponente ausgewählt wird. Es ist daher nicht notwendig, sie im
Abschnitt %packages anzugeben.
Hier ein Beispiel für eine %packages-Auswahl:
%packages
@ Networked Workstation
@ C Development
@ Web Server
@ X Window System
bsd-games
Wie das Beispiel zeigt, werden die Komponenten zeilenweise angegeben.
Die Zeilen werden mit dem Zeichen @ eingeleitet,
gefolgt von einem Leerzeichen und dem vollständigen Namen der
Komponente (aus der Datei comps). Einzelne Pakete
werden ohne zusätzliche Zeichen eingetragen (im obigen Beispiel
steht die Zeile bsd-games für ein einzelnes
Paket).
Bitte beachten
Sie können die Kickstart-Installation auch anweisen, die
Workstation- und Server-Installationen zu verwenden. (Sie können
auch die vollständige Installation auswählen, um alle
Pakete zu installieren.) Fügen Sie hierzu einfach
eine der folgenden Zeilen in den Abschnitt
%packages ein:
@ Gnome Workstation
@ KDE Workstation
@ Server
@ Everything
Sie können Befehle hinzufügen, die direkt nach der Analyse
von ks.cfg im System ausgeführt werden.
Dieser Abschnitt muss sich am Ende der Kickstart-Datei befinden (nach
den Befehlen) und mit dem Befehl %pre beginnen.
Bitte beachten Sie, dass Sie im Abschnitt %pre auf
das Netzwerk zugreifen können. Allerdings wurde name
service bisher noch nicht konfiguriert, so dass nur
IP-Adressen funktionieren. Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel für
den Abschnitt %pre:
%pre
# Kommentar zu /etc/motd hinzufügen
echo "Kickstart-Installation Red Hat Linux `/bin/date`" > /etc/motd
# einen weiteren Nameserver hinzufügen
echo "nameserver 10.10.0.2" >> /etc/resolv.conf
Diese Abschnitt erstellt eine Message-of-the-day-Datei, die das Datum
der Kickstart-Installation enthält und die Beschränkung des
Befehls network auf "nur einen Nameserver"
dadurch umgeht, dass ein weiterer Nameserver zu
/etc/resolv.conf hinzugefügt wird.
Bitte beachten
Das pre-Installationsskript wird nicht in der chroot-Umgebung
ausgeführt.
Sie können Befehle hinzufügen, die nach der abgeschlossenen
Installation auf dem System ausgeführt werden. Dieser Abschnitt
muss sich am Ende der Kickstart-Datei befinden und mit dem Befehl
%post beginnen. Bitte beachten Sie, dass Sie im
Abschnitt %post auf das Netzwerk zugreifen
können. Allerdings wurde bisher kein name
service konfiguriert, so dass nur IP-Adressen
funktionieren. Hier ein Beispiel für einen
%post-Abschnitt:
%post
# Kommentar zu /etc/motd hinzufügen
echo "Red Hat Linux Kickstart-Installation `/bin/date`" > /etc/motd
# einen weiteren Nameserver hinzufügen
echo "nameserver 10.10.0.2" >> /etc/resolv.conf
Diese Abschnitt erstellt eine Message-of-the-day-Datei, die das Datum
der Kickstart-Installation enthält und die Beschränkung des
Befehls network auf "nur einen Nameserver"
dadurch umgeht, dass ein weiterer Nameserver zu
/etc/resolv.conf hinzugefügt wird.
Bitte beachten
Die nach der Installation ausgeführten Skripten werden in einer
chroot-Umgebung ausgeführt. Daher ist zum Beispiel das Kopieren
von Skripten oder RPMs vom Installationsmedium nicht möglich.
--nochroot
Damit können Befehle angegeben werden, die außerhalb
der chroot-Umgebung ausgeführt werden sollen.
--interpreter /usr/bin/perl
Ermöglicht es Ihnen, eine andere Skript-Sprache wie
z.B. perl anzugeben.