Um unangenehme Überraschungen während der Installation zu
vermeiden, sollten Sie einige Systeminformationen sammeln, bevor Sie
mit der Installation von Red Hat Linux beginnen. Die meisten Angaben hierzu
finden Sie in der Dokumentation, die mit dem System geliefert wurde,
oder Sie erhalten sie bei Ihrem Fachhändler oder dem Hersteller
Ihres Computers.
Eine aktuelle Liste der von Red Hat Linux unterstützten Hardware
können Sie unter
http://www.redhat.com/hardware
abrufen. Es kann nicht schaden, Ihre Hardware mit den dort
aufgelisteten Komponenten zu vergleichen, bevor Sie mit der
Installation beginnen.
Bitte beachten
Wenn Sie den Anweisungen in diesem Kapitel und in
Kapitel 14 folgen, können Sie Red Hat Linux 7.0
auch im Textmodus installieren. Wenn Sie jedoch die Installation
über eine CD-ROM vornehmen, ist die Verwendung des
benutzerfreundlichen grafischen Installationsmodus empfehlenswert,
der Ihnen zugleich ein hohes Maß an Flexibilität
ermöglicht. Weitere Informationen zu Installationen mit
grafischer Benutzeroberfläche finden Sie im
Offiziellen Red Hat Linux Installationshandbuch.
Tipp
Am Ende des Kapitels Bevor Sie beginnen im
Offiziellen Red Hat Linux Installationshandbuch befindet sich eine Tabelle, in die
Sie ihre speziellen Systemanforderungen eintragen können. Damit
können Sie sich einen besseren Überblick über die
während der Installation benötigten Informationen
verschaffen.
Vor der Installation sollten Sie wissen, welche Hardware in Ihrem
System vorhanden ist:
Festplatte(n) - Insbesondere Anzahl, Größe und Typ.
Wenn Ihr System mit mehr als einer Festplatte ausgerüstet
ist, sollten Sie wissen, welche die erste, die zweite usw. ist.
Wichtig ist außerdem, ob es sich um IDE- oder
SCSI-Festplatten handelt. Wenn Sie IDE-Laufwerke haben,
müssen Sie im BIOS Ihres Computers nachsehen, ob der
Zugriff im linearen Modus erfolgt. Bitte
lesen Sie in der Dokumentation Ihres Computers nach, mit
welcher Tastenkombination Sie das BIOS aufrufen können.
Beachten Sie bitte, dass im BIOS Ihres Computers für den
linearen Modus möglicherweise eine andere Bezeichnung
steht, z.B. "large disk mode". Informationen hierzu
finden Sie ebenfalls in der Computer-Dokumentation.
Speicher - Größe des in Ihrem Computer
installierten RAM.
CD-ROM - Besonders wichtig ist der Schnittstellentyp (IDE, SCSI
oder eine andere Schnittstelle) sowie bei Nicht-IDE-,
Nicht-SCSI-CD-ROM-Laufwerken Hersteller und Modellnummer.
IDE-CD-ROM-Laufwerke (auch als ATAPI bekannt) sind bei neueren
PC-kompatiblen Computern am weitesten verbreitet.
SCSI-Adapter (falls vorhanden) - Hersteller und Modellnummer.
Netzwerkkarte (falls vorhanden) - Hersteller und Modellnummer.
Maus
- Maustyp (seriell, PS/2 oder Busmaus), Protokoll (Microsoft,
Logitech, MouseMan usw.) und die Anzahl der Tasten. Bei
einer seriellen Maus außerdem die serielle
Schnittstelle, an der die Maus angeschlossen ist.
Auf vielen neueren Systemen erkennt das Installationsprogramm die
Hardware automatisch. Um sicher zu gehen, sollten Sie sich diese
Informationen trotzdem beschaffen.
Wenn auf Ihrem Computer bereits Windows
9x installiert ist, können Sie
folgendermaßen weitere Angaben zur Konfiguration abrufen:
Abbildung 13-1. Windows Systemeigenschaften
Klicken Sie unter Windows mit der zweiten (normalerweise der
rechten) Maustaste auf das Symbol
Arbeitsplatz. Ein Kontextmenü
erscheint auf dem
Bildschirm.
Wählen Sie Eigenschaften. Das
Fenster Eigenschaften für System
wird geöffnet. Beachten Sie die unter
Computer aufgeführten Angaben -
insbesondere die Größe des RAM.
Klicken Sie auf das Register
Gerätemanager. Sie sehen eine
grafische Darstellung der Hardware-Konfiguration Ihres
Computers. Achten Sie darauf, dass das runde Optionsfeld
Modelle nach Typ anzeigen
ausgewählt ist.
Jetzt können Sie auf jedes Symbol doppelklicken (oder einmal
auf das Pluszeichen +) um ausführlichere
Informationen zum jeweiligen Eintrag zu erhalten. Suchen Sie unter
den folgenden Symbolen nach ausführlicheren Informationen:
Abbildung 13-2. Gerätemanager unter Windows 95
Laufwerke
- Der Typ der Festplatte (IDE oder SCSI) wird angezeigt. (Bei
IDE-Festplatten ist das Wort "IDE" normalerweise
in der Angabe enthalten, bei SCSI-Festplatten jedoch
nicht.)
Festplattenlaufwerk-Controller -
Hier erhalten Sie Angaben zu Ihrem
Festplattenlaufwerk-Controller.
CD-ROM - Hier finden Sie alle
Informationen über die CD-ROM-Laufwerke in Ihrem Computer.
Bitte beachten
Manchmal wird kein CD-ROM-Symbol angezeigt, obwohl der
Computer mit einem funktionierenden CD-ROM-Laufwerk
ausgestattet ist. Je nach ursprünglicher Installation
von Windows ist das normal. In diesem Fall erhalten Sie
Informationen zu Ihrem CD-ROM-Laufwerk, wenn Sie sich den
entsprechenden Treiber ansehen, der in der Datei
config.sys Ihres Computers geladen wird.
Maus - Der Typ der am Computer
angeschlossenen Maus wird hier angezeigt.
Grafikkarten - Wenn Sie mit dem
X Window System arbeiten möchten, notieren Sie sich
bitte die hier aufgeführten Angaben.
Audio-, Video- und Gamecontroller -
Wenn Ihr Computer über eine Soundkarte verfügt,
finden Sie hier mehr Informationen dazu.
Netzwerkkarten - Hier finden Sie
weitere Informationen zur Netzwerkkarte des Computers
(falls vorhanden).
SCSI-Controller - Wenn Ihr Computer
mit SCSI-Peripheriegeräten arbeitet, finden Sie hier
Angaben zum SCSI-Controller.
Auch wenn diese Vorgehensweise das Öffnen des
Computergehäuses nicht immer erspart, um einen Blick auf die
vorhandenen Komponenten zu werfen, erhalten Sie damit in vielen
Fällen genügend Informationen, um die Installation
fortsetzen zu können.
Bitte beachten
Diese Informationen können durch Klicken auf die
Schaltfläche Drucken auch gedruckt
werden. Ein zweites Dialogfeld erscheint, in dem Sie den Drucker
sowie den Reporttyp wählen können (der Reporttyp
Kombinierte Geräte- und
Systemübersicht enthält die meisten
Informationen).
Wenn Sie das X Window System installieren möchten,
sollte Ihnen Folgendes bekannt sein:
Grafikkarte - Hersteller und Modellnummer der Grafikkarte (oder
der verwendete Grafikchipsatz) und die Größe des
Grafikspeichers. Die meisten PCI-Karten werden vom
Installationsprogramm automatisch erkannt.
Bildschirm - Hersteller und Modellnummer sowie die
zulässigen horizontalen und vertikalen
Bildwiederholfrequenzen. (Neuere Modelle werden vom
Installationsprogramm automatisch erkannt).
Wenn Ihr Computer mit einem Netzwerk verbunden ist,
sollte Ihnen Folgendes bekannt sein:
IP-Adresse - Normalerweise dargestellt durch vier Zahlen,
die durch Punkte getrennt sind, z.B.
10.0.2.15.
Netzmaske - Weitere vier durch Punkte getrennte Zahlen. Ein
Beispiel für eine Netzmaske ist
255.255.248.0.
Gateway-IP-Adresse - Weitere vier durch Punkte getrennte Zahlen.
Zum Beispiel 10.0.2.254.
Ein oder mehrere Nameserver-IP-Adressen - Eine oder mehrere
Kombinationen von durch Punkte getrennten Zahlen. So könnte
die Adresse Ihres Nameservers beispielsweise
10.0.2.1 lauten.
Domänenname - Der Ihrer Organisation zugeteilte Name. Der
Domänenname von Red Hat lautet zum Beispiel
redhat.com.
Rechnername - Der Name Ihres Computers. Ein Computer kann z.B.
Knecht heißen.
Bitte beachten
Die oben aufgeführten Informationen sind lediglich Beispiele!
Arbeiten Sie bitte nicht mit diesen Angaben,
wenn Sie Red Hat Linux installieren! Wenn Sie die richtigen Angaben
für Ihr Netzwerk nicht kennen, fragen Sie bitte Ihren
Netzwerkadministrator.