- Alpha
Eine von Digital Equipment Corporation entwickelte RISC-Architektur
(Reduced Instruction
Set Computer = Computer mit
reduziertem Befehlssatz).
- ATAPI
Abkürzung für AT
Attachment Packet
Interface. CD-ROM-Laufwerke verwenden dieses
Protokoll, um über eine IDE-Schnittstelle mit dem Computersystem
zu kommunizieren.
- Binärdatei
Obwohl die Bezeichnung ursprünglich von dem bei Computern
verwendeten Binärsystem abgeleitet wurde, bezeichnet
"binär" häufig einfach die ausführbare Form
eines Programms. Das Gegenteil hierzu stellt der
"Quellcode" dar.
- BIOS
Akronym für Basic
Input/Output
System. In PC-kompatiblen Systemen führt
das BIOS alle notwendigen Funktionen aus, um die Hardware nach dem
Einschalten des Systems korrekt zu initialisieren. Das BIOS steuert
außerdem den Bootprozess, stellt grundlegende
Eingabe-/Ausgabe-Routinen zur Verfügung und ermöglicht
Benutzern die Änderung von Parametern der
Hardware-Konfiguration.
- Booten
Kurzform für "Bootstrap." Laden des Betriebssystems
nach dem Einschalten des Computers.
- Bootdiskette
Eine Diskette, mit der viele Installationen von Red Hat Linux gestartet
werden können.
- Bootstrap
Siehe "Booten".
- CISC
Akronym für Complex
Instruction Set
Computer. Diese Design-Philosophie sieht vor,
dass der Prozessor eine relativ große Zahl von verschiedenen
Anweisungen ausführen kann. Je nach Komplexität der
Anweisungen wird unterschiedlich viel Zeit für deren Abarbeitung
benötigt. Gegenteil: RISC-Prozessor.
- CMOS
Ursprünglich ein Akronym für
Complementary Metal
Oxide Semiconductor. Diese
Halbleitertechnologie findet in vielen integrierten Schaltungen
Verwendung. Mittlerweile bezeichnet der Begriff auch häufig die
grundlegende Hardware, welche die BIOS-Einstellungen eines PCs sowie
die eingebaute Uhr enthält.
- Zylinder
In Zusammenhang mit Laufwerken die Anzahl der verschiedenen
Positionen, die der Schreib-/Lesekopf der Festplatte über den
einzelnen Magnetplatten einnehmen kann. Von oben betrachtet,
beschreiben die einzelnen Positionen des Kopfes während der
Rotation der Platten imaginäre Kreise unterschiedlicher
Durchmesser auf der Plattenoberfläche. Von der Seite betrachtet,
kann man sich diese Kreise als ineinander verschachtelte Zylinder
vorstellen. Siehe auch Geometrie.
- Dämon
Ein Programm, das ohne Einflussnahme des Benutzers im Hintergrund
abläuft und eine bestimmte Aufgabe ausführt. Der Dämon
lpd steuert beispielsweise die Weitergabe von
Druckaufträgen an den Drucker.
- Abhängigkeiten
Einige Pakete sind für ihre korrekte Ausführung von anderen
Paketen abhängig. Das Paket foo
benötigt beispielsweise Dateien, die vom Paket
bar installiert werden. In diesem Beispiel muss
bar installiert werden, da sonst für
foo ungelöste Abhängigkeiten bestehen.
Normalerweise verhindert das RPM-System die Installation von Paketen
mit ungelösten Abhängigkeiten.
- Gerätetreiber
Software zur Steuerung von Peripheriegeräten oder PC-Komponenten.
- Massenspeicher
Siehe Festplatte.
- Disk Druid
Eine Komponente des Red Hat Linux Installationsprogramms, die zur
Partitionierung von Festplatten während der Installation
verwendet wird.
- Diskette
Ein kleiner Datenträger zur Massenspeicherung in einem
Gehäuse, der zum Schreiben bzw. zum Lesen in ein kompatibles
Laufwerk eingelegt wird.
- Distribution
Ein Betriebssystem (normalerweise Linux), dessen verschiedene
Komponenten so zusammengestellt wurden, dass sie mühelos
installiert werden können.
- Domänenname
Kennzeichnet Computer als zu einer bestimmten Organisation
gehörig. Domänennamen sind hierarchisch gegliedert, wobei
die einzelnen Hierarchieebenen durch Punkte voneinander getrennt
werden. Die Finanzabteilung des Unternehmens Foo könnte
beispielsweise den Domänennamen "finanz.foo.com"
verwenden.
- Treiber
Siehe Gerätetreiber.
- Dual-Boot
Konfiguration eines Computers zum Starten mehrerer Betriebssysteme.
Der Name ist etwas irreführend, da nicht nur zwei, sondern
mehrere Betriebssysteme gestartet werden können.
- EIDE
Akronym für Enhanced
Integrated Drive
Electronics. Dabei handelt es sich um eine
neuere Version des Schnittstellenstandards IDE. Der Begriff
beschreibt außerdem eine bestimmte Implementierung für
IDE-Schnittstellen. EIDE ermöglicht die Verwendung von
größeren und schnelleren Festplatten. Die meisten modernen
Computer arbeiten mit EIDE.
- Errata
Errata ist ein etwas hochgestochenes Wort für
"Fehler".[1] Meist werden gefundene Software-Fehler
korrigiert und dann als Errata freigegeben. Red Hat Linux ist keine Ausnahme:
Unter http://www.redhat.com/errata
gibt es eine Errata-Website.
- Erweiterte Partition
Segment einer Festplatte, das andere Partitionen enthält.
Siehe Partition.
- FAQ
Akronym für Frequently Asked Questions. Eine Liste der
häufig gestellten Fragen mit den zugehörigen Antworten wird
häufig als Informationsquelle zu Linux zur Verfügung
gestellt.
- fdisk
fdisk ist ein Dienstprogramm zum
Erstellen, Löschen und Ändern von Partitionen einer
Festplatte.
- Dateisystem
Legt fest, in welcher Form Daten auf Festplatten gespeichert werden.
Die einzelnen Betriebssysteme verwenden in der Regel unterschiedliche
Dateisysteme, so dass es schwierig ist, den gespeicherten Inhalt
einer Festplatte anderen Betriebssystemen zugänglich zu machen.
Linux unterstützt jedoch mehrere Dateisysteme und
ermöglicht daher beispielsweise auch den Schreib-/Lesezugriff
auf Windows-Partitionen.
- Floppy
Ein etwas veralteter Begriff für einen kleinen Datenträger
zur Massenspeicherung in einem Gehäuse, der zum Schreiben bzw.
zum Lesen in ein kompatibles Laufwerk eingelegt wird. Siehe
"Diskette".
- Formatieren
Das Schreiben eines Dateisystems auf die Festplatte oder einen
anderen Massenspeicher.
- FQDN
Akronym für Fully
Qualified Domain
Name. Ein FQDN ist der vollständige Name
eines Computers, der sich aus dem Rechnernamen und dem
zugehörigen Domänennamen zusammensetzt. Lautet
beispielsweise der Rechnername "foo" und der
Domänenname "bar.com", so lautet der vollständige
Domänenname "foo.bar.com".
- FTP
Akronym für File
Transfer Protocol.
Bezeichnet außerdem ein Programm, welches das Kopieren von
Dateien von einem vernetzten Computer auf einen anderen
ermöglicht.
- Gateway
Ein Gerät, das einen oder mehrere vernetzte Rechner mit einem
anderen Netzwerk verbindet. Als Gateway kann eine spezielle Hardware
(z.B. ein Router) dienen oder ein gewöhnliches Computersystem,
das entsprechend als Gateway konfiguriert wurde.
- Geometrie
Die physische interne Organisationsstruktur von Festplatten.
Festplatten weisen auch eine so genannte logische Geometrie auf, die
von der physischen Geometrie abweichen kann. Die logische Geometrie
wurde eingeführt, um die durch das BIOS auferlegten
Beschränkungen zu umgehen. Siehe auch Zylinder,
Schreib-/Lesekopf und Sektor.
- GID
Kurz für Group ID.
Über diese Kennung wird die Gruppenzugehörigkeit eines
Benutzers verschiedenen Programmen von Red Hat Linux kenntlich gemacht. GIDs
sind in der Regel numerisch, jedoch sind diesen Zahlen
natürliche Namen in der Datei /etc/group
zugeordnet.
- Gruppe
Gruppen bieten die Möglichkeit, bestimmten Benutzern spezielle
Zugriffsrechte zuzuordnen. Beispielsweise können alle Benutzer,
die am Projekt X arbeiten, der Gruppe xproj
zugewiesen werden. Für Projekt X reservierte Systemressourcen
(z.B. Platz auf der Festplatte) werden dann so konfiguriert, dass nur
Mitglieder der Gruppe xproj vollständige
Zugriffsrechte darauf haben.
- Festplatte
Ein Gerät zur Datenspeicherung. Eine Festplatte besteht aus
mehreren übereinander angeordneten, kreisrunden Magnetplatten,
die sehr schnell rotieren. Über der Oberfläche jeder
Scheibe schweben kleine Köpfe, die Daten auf die Platte
schreiben bzw. von der Platte lesen, während diese rotiert.
- Schreib-/Lesekopf
Die Anzahl der in einem Laufwerk vorhandenen Schreib-/Leseköpfe
bei Festplatten. Normalerweise gibt es für jede Scheibe
einer Festplatte zwei Schreib-/Leseköpfe, jeweils pro Seite ein
Kopf (wobei eine Seite möglicherweise nicht genutzt wird). Siehe
auch Geometrie.
- Rechnername
Bei einem Rechnernamen handelt es sich um eine Zeichenkette zur
Kennzeichnung eines bestimmten Computersystems.
- I18n
Siehe Internationalisierung.
- IDE
Akronym für Integrated
Drive Electronics.
Bezeichnet eine Standardschnittstelle, welche die Verbindung mit
Festplatten- und CD-ROM-Laufwerken herstellt. Siehe
auch "EIDE" und "ATAPI."
- IMAP
Die Abkürzung steht für Internet
Message Access
Protocol. Das Protokoll wird von bestimmten
Mail-Servern verwendet.
- Intel
Führender Hersteller von Mikroprozessoren für
IBM-kompatible PCs. Zu den von Intel hergestellten Prozessoren
zählen die Baureihen 80386, 80486 und Pentium.
- Internationalisierung
Programme werden so konzipiert und entwickelt, dass sie mühelos
für mehrere Sprachen eingerichtet werden können.
Häufig wird die Kurzform "i18n" verwendet, wobei
"i" und "n" der Anfangs- bzw. Endbuchstabe von
"Internationalisation" ist und die "18" für
die achtzehn dazwischenliegenden Buchstaben steht.
- IP-Adresse
Mit IP-Adressen werden einzelne Computersysteme (oder genauer gesagt
die Netzwerkschnittstellen dieser Systeme) in einem TCP/IP-Netzwerk
gekennzeichnet. IP-Adressen bestehen aus vier Blöcken von Zahlen
zwischen 0 und 255, die durch Punkte voneinander getrennt sind.
- ISP
Internet Service
Provider (Internet-Diensteanbieter).
- Kernel
Der zentrale Kern eines Betriebssystems, der die Basis für
alle anderen Teile des Betriebssystems bildet.
- Bibliothek
Eine Sammlung von Programmroutinen, die häufig benötigte
Operationen durchführen. Einige Bibliotheken werden von mehreren
Programmen gemeinsam verwendet und sind dann in einer
programmunabhängigen Datei abgelegt. Die Routinen können
aber auch fest in ein Programm eingebunden sein. Dann werden Kopien
der vom jeweiligen Programm benötigten Routinen direkt in das
Programm eingefügt. Diese "statisch verknüpften"
Binärprogramme benötigen für ihre Ausführung
keine Bibliotheken. Programme, die mit gemeinsam genutzten
Bibliotheken verbunden sind, können nur ausgeführt werden,
wenn die erforderlichen Bibliotheken installiert sind.
- LILO
Ein häufig verwendeter Bootstrap Loader für Linux-Systeme
mit Prozessor auf Intel-Basis.
- Linus Torvalds
Entwickelte als Student 1991 Linux.
- Linuxconf
Ein vielseitiges Programm von Jacques Gelinas zur
Systemkonfiguration. Es bietet viele verschiedene
Benutzeroberflächen und erleichtert die Konfiguration
durch ein Menüsystem.
- Linux
Ein vollständig ausgestattetes, stabiles, frei verfügbares
Betriebssystem, das ursprünglich von Linus Torvalds entwickelt
wurde.
- Logische Partition
Eine Partition innerhalb einer erweiterten Partition. Siehe auch
"Partition" und "erweiterte Partition".
- Master Boot Record
Der Master Boot Record (oder MBR) ist ein Festplattenspeicherbereich,
der für die zum Booten des Computers benötigten Daten
reserviert ist.
- MBR
Siehe "Master Boot Record".
- Speicher
Generell eine Hardware-Komponente zum Speichern von Daten, die zu
einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden können.
Im engeren Sinne der Arbeitsspeicher (RAM).
- MILO
Ein häufig verwendeter Bootstrap Loader für Linux-Systeme,
die auf dem Alpha-Prozessor basieren.
- Modul
In Linux eine Sammlung von Routinen, die systemnahe Aufgaben
erledigen und je nach Bedarf dynamisch vom Kernel geladen und wieder
entfernt werden können. Da sie häufig Gerätetreiber
enthalten, sind die Module sehr kernelspezifisch. Die meisten Module
einer Kernelversion können in Systemen mit einer anderen
Kernelversion nicht korrekt geladen werden.
- Mounten
Das Verfügbarmachen von Dateisystemen für Systembenutzer.
- Mount-Point
Das Verzeichnis, in dem ein Dateisystem nach dem Laden
zugänglich ist.
- Name-Server
Unter einem Name-Server wird im Zusammenhang mit TCP/IP-Netzwerken
ein Rechner verstanden, der eine URL-Adresse in Klartextform (wie
"foo.bar.com") in eine numerische Adresse umwandelt (wie
"10.0.2.14").
- Netzmaske
Eine Aneinanderreihung von vier jeweils durch einen Punkt voneinander
getrennten Zahlen. Die einzelnen Zahlen repräsentieren in der
Regel die dezimale Entsprechung einer 8-Bit-Binärnummer, d.h.
sie können einen Wert zwischen 0 (kein Bit gesetzt) und 255
(alle Bits gesetzt) annehmen. Alle IP-Adressen setzen sich aus zwei
Teilen, der Netzwerkadresse und der Rechneradresse, zusammen. Die
Netzmaske bestimmt die Größe der zwei Teile. Die
Positionen der in der Netzmaske gesetzten Bits repräsentieren
den für die Netzwerkadresse reservierten Bereich, die nicht
gesetzten Bits repräsentieren den für die Rechneradresse
reservierten Bereich.
- NFS
Akronym für Network
File System. Über das
NFS können Benutzer vom lokalen Rechner aus auf das Dateisystem
eines Remote-Computers zugreifen. Aus Benutzersicht kann nicht
zwischen einem NFS-Dateisystem und einem Dateisystem auf der lokalen
Festplatte unterschieden werden.
- Betriebssystem
Eine Software-Sammlung, die verschiedene Ressourcen eines
Computers steuert.
- Pakete
Dateien, die Software enthalten. Das spezielle Format, in dem die
Daten vorliegen, ermöglicht das problemlose Installieren und
Deinstallieren der Software.
- PAM
Akronym für Pluggable
Authentication Modules
(Ladbare Module zur Sicherheitsüberprüfung). Dieses
Sicherheitsprüfsystem regelt den Zugriff auf Red Hat Linux.
- Partition
Ein Segment des Speicherplatzes auf einer Festplatte, auf das wie
auf eine vollständige Festplatte zugegriffen werden kann.
- Partitionstabelle
Die Partitionstabelle ist der Bereich des Speicherplatzes auf einer
Festplatte, in dem die vorhandenen Partitionen definiert werden.
- Partitionstyp
Partitionen enthalten einen kleinen Datenbereich, in dem der Typ des
zu verwendenden Dateisystems definiert ist. Der Partitionstyp ist
eigentlich eine Zahl, wird aber häufig durch einen Namen
repräsentiert. Der Partitionstyp "Linux native"
entspricht beispielsweise der 82. Beachten Sie, dass es sich hierbei
um eine Hexadezimalzahl handelt.
- PC-Karte
Siehe PCMCIA.
- PCMCIA
Akronym für Personal
Computer Memory
Card International
Association (Internationale Vereinigung von
Herstellern für PC-Speicherkarten). Diese Herstellergruppe
veröffentlichte eine Reihe von Standards, welche die physischen,
elektrischen und softwarespezifischen Eigenschaften von
kreditkartengroßen Karten festlegen, die Speicher, Modems,
Netzwerkadapter und andere Hardware aufnehmen können. Die so
genannten PC-Karten werden hauptsächlich in Laptop-Computern
eingesetzt, können jedoch auch für einige Desktop-Systeme
verwendet werden.
- PCMCIA-Unterstützungsdiskette
Eine Diskette für Red Hat Linux Installationen, die während des
Installationsvorgangs eine PCMCIA-Karte erfordern.
- Zugriffsberechtigungen
Über einen Satz verschiedener Kennzeichnungen wird der Zugriff
auf Dateien geregelt. Relevant sind die Felder user, group und world.
Über das Feld "user" wird festgelegt, welche
Zugriffsrechte der Eigentümer einer Datei erhält, über
das Feld "group" wird der Zugriff durch Mitglieder einer
Gruppe geregelt. Das Feld "world" regelt den Zugriff aller
anderen Benutzer. Alle Felder verfügen über dieselbe Anzahl
von Bits, über deren Einstellung die Berechtigung zur
Ausführung bestimmter Operationen wie Lesen, Schreiben und
Ausführen festgelegt wird.
- PGP
Eine Abkürzung für Pretty
Good Privacy.
PGP ist ein elektronisches
Verschlüsselungsprogramm, mit dem Dateien und E-Mails
verschlüsselt werden können. Die von
PGP verwendete
Verschlüsselungstechnologie ist sehr leistungsfähig.
PGP wurde von Phil Zimmermann entwickelt
und stützt sich auf Public Key
Cryptography (Verschlüsselung unter Verwendung eines
öffentlichen Schlüssels). Dabei handelt es sich um einen
Vorgang, in dem die Benutzer "Schlüssel" austauschen,
um sich gegenseitig sichere Dokumente zusenden zu können.
Weitere Informationen über PGP finden
Sie unter http://www.pgp.com.
- PLIP
Akronym für Parallel
Line Internet
Protocol (Internetprotokoll für parallele
Ports). Das Protokoll PLIP ermöglicht die TCP/IP-Kommunikation
zweier Computer über ein spezielles Kabel, das die parallelen
Ports der Computer miteinander verbindet.
- POP
Die Abkürzung steht für Post
Office Protocol. Das
Protokoll wird von bestimmten Mail-Servern verwendet.
- POSIX
Akronym für Portable
Operating System
Interface (Portierbare
Betriebssystemschnittstelle). Eine Reihe von Standards, die aus
Erfahrungen mit dem UNIX-Betriebssystem hervorgegangen sind.
- PPP
Point-to-Point
Protocol. Ein Protokoll, mit dem eine
Einwählverbindung mit einem Internet-Diensteanbieter hergestellt
werden kann.
- Prozess
Vereinfacht ausgedrückt ist ein Prozess ein in sich
abgeschlossener Vorgang, den ein Programm auf einem Linux-System
ausführen kann.
- PS/2-Maus
Der Name leitet sich von dem Computer ab, bei dem dieser Maustyp
zum ersten Mal verwendet wurde (IBM PS/2). Die PS/2-Maus ist am
kleinen, runden Kabelstecker leicht erkennbar.
- RAM
Akronym für Random
Access Memory (Speicher mit
wahlfreiem Zugriff). Im RAM werden Programme während ihrer
Ausführung und Daten während der Verarbeitung gespeichert.
Der RAM-Speicher ist flüchtig, das heißt, alle darin
gespeicherten Daten gehen nach dem Ausschalten des Computers
verloren.
- RAM-Disk
Ein virtuelles Laufwerk, das einen Teil des Hauptspeichers des
Computers für das Speichern von Daten verwendet. Mit Hilfe einer
RAM-Disk können Sie rasch auf Daten zugreifen. Allerdings
bleiben diese Daten in der RAM-Disk nach dem Ausschalten des
Computers nicht erhalten.
- Neustart
Erneutes Starten des Boot-Prozesses. Siehe auch "Booten".
- Red Hat, Incorporated
Ein Software-Unternehmen, das Software erstellt und vermarktet,
darunter auch Red Hat Linux.
- Rettungsdiskette
Diese Diskette enthält eine rudimentäre Systemumgebung.
Sie wird verwendet, um ein schadhaftes System zu retten, damit
eine Neuinstallation des gesamten Betriebssystems vermieden werden
kann.
- RISC
Akronym für Reduced
Instruction Set
Computer (Computer mit verringertem
Befehlssatz). Bei diesen Computern ist der Prozessor so optimiert,
dass er eine relativ kleine Zahl verschiedener Anweisungen in einer
vorhersagbar kurzen Zeit ausführen kann. Gegenteil:
CISC-Prozessor.
- ROM
Akronym für Read Only
Memory (Nur-Lese-Speicher). Im ROM werden
Programme und Daten gespeichert, die auch nach dem Ausschalten des
Computers noch erhalten bleiben sollen. Da der ROM-Speicher nicht
flüchtig ist, bleiben die Daten auf Dauer gespeichert. Die im
ROM gespeicherten Daten können nur gelesen, in der Regel jedoch
nicht nachträglich verändert werden. Je nach der
verwendeten ROM-Technologie ist es unter Umständen möglich,
die Daten mit Hilfe einer speziellen Hardware zu ändern. Das
BIOS eines Computers wird im ROM gespeichert.
- Root
Dieser Anmeldeaccount verfügt über vollständigen
Zugriff auf alle Systemressourcen. Außerdem bezeichnet Root
das Verzeichnis "/" (Root-Verzeichnis).
- RPM
Die Abkürzung steht für RPM
Package Manager. Mit RPM
können Pakete installiert, aktualisiert und entfernt werden
(Software-Programme, die zusammen das Betriebssystem Red Hat Linux bilden).
- SCSI
Akronym für Small
Computer System
Interface (Schnittstelle für kleine
Computersysteme). SCSI ist eine Standardschnittstelle, die zahlreiche
Geräte mit einem Computer verbindet. Die verbreitetsten
SCSI-Geräte sind Festplatten, aber auch SCSI-Bandgeräte und
SCSI-Scanner werden häufig eingesetzt.
- Sektor
Die Bereiche fester Größe (normalerweise 512 Byte), auf
die ein Schreib-/Lesekopf während einer Umdrehung der Festplatte
zugreifen kann, ohne seine Position zu verändern. Siehe auch
Geometrie.
- Serielle Maus
Eine serielle Maus wird an den seriellen Port eines Rechners
angeschlossen. Sie ist am rechteckigen Stecker zu erkennen.
- setgid
Ein Systemaufruf, mit dem die GID eines Prozesses eingestellt werden
kann. Programme können so programmiert werden, dass sie mit
Hilfe von setgid die Gruppen-ID aller Gruppen im System annehmen
können.
- setuid
Ein Systemaufruf, mit dem die UID eines Prozesses eingestellt werden
kann. Programme können so programmiert werden, dass sie mit
Hilfe von setgid die Benutzer-ID aller Prozesse im System annehmen
können. Wenn die Benutzer-ID eines Programms auf "setuid
root" gesetzt ist, stellt dies ein potentielles
Sicherheitsrisiko dar.
- Shadow-Passwort
Normalerweise werden die einzelnen Passwörter der Benutzer
verschlüsselt in der Datei /etc/passwd
gespeichert. Diese Datei muss von allen Benutzern des Systems gelesen
werden können, da andernfalls bestimmte Systemfunktionen nicht
korrekt funktionieren. Dies bedeutet jedoch, dass die
verschlüsselten Passwörter leicht kopiert und dann in einem
Programm zur automatischen Passwortentschlüsselung
aufgelöst werden können. Bei Shadow-Passwörtern werden
die verschlüsselten Passwörter hingegen in einer separaten
Datei gespeichert, auf die Benutzer keinen Zugriff haben. Das Knacken
von Passwörtern wird dadurch sehr erschwert.
- SILO
Ein häufig verwendeter Bootstrap Loader für
Linux-Systeme mit SPARC-Prozessor.
- SLIP
Akronym für Serial
Line Internet
Protocol (Internetprotokoll für serielle
Leitungen). SLIP ist ein Protokoll, mit dem die TCP/IP-Kommunikation
über eine serielle Leitung möglich ist (meist über
eine Modemverbindung mit Einwahl über eine Telefonleitung).
- SMB
Akronym für Server
Message Block. SMB ist das
von Windows verwendete Kommunikationsprotokoll für die
gemeinsame Nutzung von Ressourcen in einem Netzwerk. Wird auch als
Samba bezeichnet.
- SMTP
Die Abkürzung steht für Simple
Mail Transfer
Protocol. Eine häufig verwendete
Protokolldefinition für die Übertragung von E-Mails
über ein Netzwerk.
- Quellcode
Die Anweisungen in einem Programm in Form einer Textdatei.
Häufig auch als "Source" bezeichnet. Ohne Zugriff auf
den Quellcode kann ein Programm nicht umgeschrieben werden.
- SPARC
Eine von Sun Microsystems entwickelte RISC-Architektur
(RISC=Reduced Instruction
Set Computer).
- Swap
Auch bekannt als Swap-Bereich oder Auslagerungsdatei. Wenn ein
Programm mehr Speicher benötigt als tatsächlich zur
Verfügung steht, können ungenutzte Informationen in einen
temporären Puffer (Swap) auf der Festplatte ausgelagert werden.
Dadurch werden Speicherressourcen freigesetzt. Einige Betriebssysteme
unterstützen die Auslagerung in eine spezielle Datei. Linux
verwendet normalerweise eine eigens angelegte Swap-Partition. Die
Bezeichnung Swap ist unter Linux unglücklich gewählt und
bezeichnet eigentlich das Auslagern von Speicherseiten.
- Systemaufruf
Eine Routine, die systemnahe Aufgaben ausführt und von einem
Prozess aufgerufen wird.
- TCP/IP
Eine Abkürzung für Transmission
Control
Protocol/Internet
Protocol. TCP/IP ist der moderne
Netzwerkstandard für das Internet.
- Torvalds, Linus
Siehe Linus Torvalds.
- UID
Kurzform für User ID
(Benutzerkennung). Über diese ID werden Benutzer verschiedenen
Programmteilen von Red Hat Linux kenntlich gemacht. UIDs sind eigentlich
Zahlen, jedoch sind diesen Zahlen in der Datei
/etc/passwd natürliche Namen zugeordnet.
- UNIX
Eine Gruppe von Linux-ähnlichen Betriebssystemen, die aus der
ursprünglichen (von einigen, bei einer Telefonfirma angestellten
Leuten programmierten) Unix-Version hervorgingen.
[2]
- Unmounten
Ein Dateisystem wird aus dem Gesamtsystem wieder herausgenommen und
damit dem Zugriff der Benutzer entzogen. (Beachten Sie, dass das
Programm zum Unmouten von Dateisystemen umount
heißt).
- Virtuelle Konsole
Virtuelle Konsolen stellen den Benutzern mehrere Bildschirme zur
Anmeldung und für die Ausführung von Programmen zur
Verfügung. Auf dem Monitor wird immer nur ein Bildschirm
angezeigt, Sie können jedoch mit der entsprechenden
Tastenkombination zwischen den virtuellen Konsolen umschalten.
- Widget
Ein standardisiertes, auf dem Bildschirm angezeigtes Steuerelement,
das Benutzer ihren eigenen Wünschen entsprechend anpassen
können. Bildlaufleisten, Buttons und Textfelder sind Beispiele
für Widgets.
- X Window System
Auch "X" genannt. Diese grafische Benutzeroberfläche
stellt Fenster und Felder bereit, wie sie bei den meisten modernen
Computersystemen verwendet werden. Unter X agieren die
Anwendungsprogramme als Clients, die auf einen X-Server zugreifen.
Der X-Server steuert die Bildschirmaktivitäten. Darüber
hinaus können Client-Anwendungen und Server auf verschiedenen
Systemen laufen. Die grafische Benutzeroberfläche der
Anwendungen wird dann auf dem Remote-Computer angezeigt.
- XFree86
Eine frei verfügbare Implementierung des X Window Systems.