Um unangenehme Überraschungen während der Installation
zu vermeiden, sollten Sie einige Systeminformationen sammeln,
bevor Sie mit der Installation von Red Hat Linux beginnen. Die meisten
Angaben hierzu finden Sie in der Dokumentation, die mit dem
System geliefert wurde, oder Sie erhalten sie bei Ihrem
Fachhändler oder dem Hersteller Ihres Computers.
Die neueste Liste der von Red Hat Linux unterstützten Hardware
finden Sie unter http://www.redhat.com/hardware. Es kann nicht schaden,
Ihre Hardware mit den dort aufgelisteten Komponenten zu
vergleichen, bevor Sie mit der Installation beginnen.
Bitte beachten:
Wenn Sie den Anweisungen in diesem Kapitel und in
Kapitel 10 folgen, können Sie
Red Hat Linux 6.2 auch im Textmodus installieren. Wenn Sie
jedoch die Installation über eine CD-ROM vornehmen, ist die
Verwendung des benutzerfreundlichen grafischen
Installationsmodus empfehlenswert, der Ihnen zugleich ein
hohes Maß an Flexibilität ermöglicht. Weitere
Informationen zu Installationen mit grafischer
Benutzeroberfläche finden Sie im
Offiziellen Red Hat Linux Installationshandbuch.
Tip
Am Ende des Kapitels Bevor Sie beginnen
im Offiziellen Red Hat Linux Installationshandbuch befindet sich eine Tabelle,
in die Sie ihre speziellen Systemanforderungen eintragen
können. Damit können Sie sich einen besseren
Überblick über die während der Installation
benötigten Informationen verschaffen.
Vor der Installation sollten Sie wissen, welche Hardware in
Ihrem System vorhanden ist:
Festplatte(n) - Insbesondere Anzahl, Größe
und Typ. Wenn Ihr System mit mehr als einer Festplatte
ausgerüstet ist, sollten Sie wissen, welche die
erste, die zweite usw. ist. Wichtig ist außerdem,
ob es sich um IDE- oder SCSI-Festplatten handelt. Wenn
Sie IDE-Laufwerke haben, müssen Sie im BIOS Ihres
Computers nachsehen, ob der Zugriff im
linearen Modus erfolgt. Bitte
lesen Sie in der Dokumentation Ihres Computers nach, mit
welcher Tastenkombination Sie das BIOS aufrufen
können. Beachten Sie bitte, daß im BIOS Ihres
Computers für den linearen Modus
möglicherweise eine andere Bezeichnung steht, z.B.
"large disk mode". Informationen hierzu finden
Sie ebenfalls in der Computer-Dokumentation.
Speicher - Größe des in Ihrem Computer
installierten RAM.
CD-ROM - Besonders wichtig ist der Schnittstellentyp
(IDE, SCSI oder eine andere Schnittstelle) sowie bei
Nicht-IDE-, Nicht-SCSI-CD-ROM-Laufwerken Hersteller und
Modellnummer. IDE-CD-ROM-Laufwerke (auch als ATAPI
bekannt) sind bei neueren PC-kompatiblen Computern am
weitesten verbreitet.
SCSI-Adapter (falls vorhanden) - Hersteller und Modellnummer.
Netzwerkkarte (falls vorhanden) - Hersteller und Modellnummer.
Maus - Maustyp (seriell, PS/2 oder Busmaus), Protokoll
(Microsoft, Logitech, MouseMan usw.) und die Anzahl der
Tasten. Bei einer seriellen Maus außerdem die
serielle Schnittstelle, an der die Maus angeschlossen
ist.
Auf vielen neueren Systemen erkennt das Installationsprogramm
die Hardware automatisch. Um sicher zu gehen, sollten Sie sich
diese Informationen trotzdem beschaffen.
Wenn auf Ihrem Computer bereits
Windows 9x installiert ist,
können Sie folgendermaßen weitere Angaben zur
Konfiguration abrufen:
Abbildung 9-1 Windows Systemeigenschaften
Klicken Sie unter Windows mit der zweiten
(normalerweise der rechten) Maustaste auf das Symbol
Arbeitsplatz. Ein
Kontextmenü erscheint auf dem Bildschirm.
Wählen Sie Eigenschaften.
Das Fenster Eigenschaften für
System wird geöffnet. Beachten Sie die
unter Computer aufgeführten
Angaben - insbesondere die Größe des RAM.
Klicken Sie auf das Register
Gerätemanager. Sie sehen
eine grafische Darstellung der Hardware-Konfiguration
Ihres Computers. Achten Sie darauf, daß das
runde Optionsfeld
Modelle nach Typ anzeigen
ausgewählt ist.
Jetzt können Sie auf jedes Symbol doppelklicken (oder
einmal auf das Pluszeichen +) um
ausführlichere Informationen zum jeweiligen Eintrag zu
erhalten. Suchen Sie unter den folgenden Symbolen nach
ausführlicheren Informationen:
Abbildung 9-2 Gerätemanager unter Windows 95
Laufwerke - Der Typ der
Festplatte (IDE oder SCSI) wird angezeigt. (Bei
IDE-Festplatten ist das Wort "IDE"
normalerweise in der Angabe enthalten, bei
SCSI-Festplatten jedoch nicht.)
Festplattenlaufwerk-Controller -
Hier erhalten Sie Angaben zu Ihrem
Festplattenlaufwerk-Controller.
CD-ROM - Hier finden Sie alle
Informationen über die CD-ROM-Laufwerke in Ihrem
Computer.
Bitte beachten:
Manchmal wird kein CD-ROM-Symbol angezeigt, obwohl
der Computer mit einem funktionierenden
CD-ROM-Laufwerk ausgestattet ist. Je nach
ursprünglicher Installation von Windows ist das
normal. In diesem Fall erhalten Sie Informationen zu
Ihrem CD-ROM-Laufwerk, wenn Sie sich den
entsprechenden Treiber ansehen, der in der Datei
config.sys Ihres Computers
geladen wird.
Maus - Der Typ der am Computer
angeschlossenen Maus wird hier angezeigt.
Grafikkarten - Wenn Sie mit dem
X Window System arbeiten möchten, notieren Sie
sich bitte die hier aufgeführten Angaben.
Audio-, Video- und Gamecontroller
- Wenn Ihr Computer über eine Soundkarte
verfügt, finden Sie hier mehr Informationen dazu.
Netzwerkkarten - Hier finden Sie
weitere Informationen zur Netzwerkkarte des Computers
(falls vorhanden).
SCSI-Controller - Wenn Ihr
Computer mit SCSI-Peripheriegeräten arbeitet,
finden Sie hier Angaben zum SCSI-Controller.
Auch wenn diese Vorgehensweise das Öffnen des
Computergehäuses nicht immer erspart, um einen Blick
auf die vorhandenen Komponenten zu werfen, erhalten Sie
damit in vielen Fällen genügend Informationen, um
die Installation fortsetzen zu können.
Bitte beachten:
Diese Informationen können durch Klicken auf die
Schaltfläche Drucken auch
gedruckt werden. Ein zweites Dialogfeld erscheint, in dem
Sie den Drucker sowie den Reporttyp wählen
können (der Reporttyp Kombinierte
Geräte- und Systemübersicht
enthält die meisten Informationen).
Wenn Sie das X Window System installieren möchten,
sollte Ihnen folgendes bekannt sein:
Grafikkarte - Hersteller und Modellnummer der Grafikkarte
(oder der verwendete Grafikchipsatz) und die
Größe des Grafikspeichers. Die meisten
PCI-Karten werden vom Installationsprogramm automatisch
erkannt.
Bildschirm - Hersteller und Modellnummer sowie die
zulässigen horizontalen und vertikalen
Bildwiederholfrequenzen. (Neuere Modelle werden vom
Installationsprogramm automatisch erkannt).
Wenn Ihr Computer mit einem Netzwerk verbunden ist, sollte
Ihnen folgendes bekannt sein:
IP-Adresse - Normalerweise dargestellt durch vier Zahlen,
die durch Punkte getrennt sind, z.B.
10.0.2.15.
Netzmaske - Weitere vier durch Punkte getrennte Zahlen.
Ein Beispiel für eine Netzmaske ist
255.255.248.0 .
Gateway-IP-Adresse - Weitere vier durch Punkte getrennte Zahlen. Zum Beispiel
10.0.2.254.
Ein oder mehrere Nameserver-IP-Adressen - Ein oder mehrere
Kombinationen von durch Punkte getrennten Zahlen.
10.0.2.1
könnte zum Beispiel die Adresse eines Nameservers sein.
Domänenname - Der Ihrer Organisation zugeteilte Name.
Der Domänenname von Red Hat lautet zum Beispiel
redhat.com.
Rechnername - Der Name Ihres Computers. Ein Computer kann
z.B. Knecht heißen.
Bitte beachten:
Die oben aufgeführten Informationen sind lediglich
Beispiele! Arbeiten Sie bitte nicht mit
diesen Angaben, wenn Sie Red Hat Linux installieren! Wenn Sie die
richtigen Angaben für Ihr Netzwerk nicht kennen, fragen
Sie bitte Ihren Netzwerkadministrator.