Sie können Gnome-RPM mit Hilfe
des Dialogfelds
konfigurieren. Dieses Dialogfeld kann über
=>
aufgerufen werden. Um im
Dialogfeld die
aktuelle Konfiguration zu ändern, müssen Sie die
Kontrollkästchen neben den gewünschten Optionen
aktivieren.
Im Register Verhalten finden Sie eine Reihe
von Optionen, mit denen Sie festlegen können, wie
Gnome-RPM Pakete installiert,
deinstalliert und aktualisiert. Das Register
Verhalten ist in fünf Bereiche
unterteilt: Installieren Option, Upgrade Option, Andere
Optionen, Datenbank Optionen und Architektur Option. (Für
ein Beispiel siehe Abbildung 10-4.) In
der Standardeinstellung sind die Kontrollkästchen nicht
aktiviert.
In Installation Optionen haben Sie folgende
Möglichkeiten:
Keine
Abhängigkeitsprüfungen - Wenn diese
Option ausgewählt ist, wird ein Paket installiert
oder aktualisiert, ohne zu überprüfen, ob das
Programm von anderen Dateien abhängig ist, um
korrekt funktionieren zu können.
 | Gehen Sie lieber auf Nummer sicher |
|---|
| | Solange Sie hierfür nicht
besondere Gründe haben, sollten Sie diese Option
nicht verwenden, da viele Pakete für das korrekte
Funktionieren andere Programme oder Bibliotheken
benötigen.
|
Keine Neuordnung - Diese Option ist
nützlich, falls RPM die
Installationsreihenfolge einiger Pakete nicht ändern
kann, um Abhängigkeiten zu entsprechen.
Scripts nicht starten - Vor- und
Nach-Installationsskripten sind Befehlsfolgen, die manchmal
in Pakete eingefügt werden, um die Installation zu
unterstützen. Dieses Kontrollkästchen ist
vergleichbar mit der Option --noscripts
bei der Installation vom Shell Prompt aus.
Unter Upgrade Optionen können Sie
folgendes auswählen:
Ersetzung von Paketen zulassen -
Ersetzt ein Paket durch eine Kopie dieses Pakets. Diese
Option kann nützlich sein, wenn ein bereits
installiertes Paket beschädigt wurde oder sonstige
Nachbesserungen benötigt, um korrekt funktionieren zu
können.
Ersetzung von Dateien zulassen -
Erlaubt das Ersetzen von Dateien, die Eigentum eines anderen
Pakets sind. Diese Option ist nützlich, wenn zwei
Pakete den gleichen Dateinamen verwenden, aber
unterschiedliche Inhalte haben.
Upgrade auf alte Versionen zulassen -
Mit dieser Option können Sie eine
"Aktualisierung" auf eine ältere Version des
Pakets zulassen. Dies kann nützlich sein, wenn die
aktuelle Version des installierten Pakets in Ihrem System
nicht richtig funktioniert.
Überflüssig gewordene Pakete
behalten - Verhindert, daß im
Veraltet -Header aufgelistete Pakete
entfernt werden.
In Andere Optionen können Sie
folgendes auswählen:
Dokumentation nicht installieren -
Mit dieser Option können Sie Speicher auf der
Festplatte sparen, da die im Paket enthaltene
Dokumentation nicht installiert wird. Sofern Sie sich mit
der entsprechenden Software allerdings nicht wirklich gut
auskennen, empfiehlt sich die Verwendung dieser Option
nicht - schließlich benötigen Sie sicher
Informationen zu den einzelnen Programmfunktionen.
Alle Dateien installieren -
Installiert sämtliche Dateien des Pakets.
Die in Datenbank Optionen und in
Architektur Optionen verfügbaren
Optionen ermöglichen es Ihnen u.a. festzulegen, ob eine
"Testinstallation" ausgeführt werden soll (die
auf mögliche Dateikonflikte prüft, ohne eine wirkliche
Installation vorzunehmen), oder ob Sie Pakete für andere
Betriebssysteme oder Systemarchitekturen ausschließen
möchten.
Im Register Paketliste stehen Ihnen
verschiedene Anzeigeoptionen für Ihre Pakete zur
Verfügung: entweder als Symbole oder
als Liste, in der mehr Informationen zu
den Paketen enthalten sind als bei der Symboldarstellung.
Im Register Installationsfenster
können Sie den Pfad angeben, unter dem
Gnome-RPM neue RPMs in Ihrem System
finden kann (siehe Abbildung 10-5). Der
Standardpfad für die Suche nach RPM-Paketen lautet
Neben der Standardeinstellung können Sie auch noch weitere
voreingestellte Pfadangaben verwenden oder durch Klicken auf den
Button Suchen… neben dem
Standardpfad selbst nach den RPM-Dateien suchen. Im Dialogfeld
mit den RPM-Verzeichnissen werden die
Speicherorte aufgelistet, in denen sich die RPM-Dateien
üblicherweise befinden könnten. Durch Klicken auf den
Button Suchen… können Sie
zudem
einen beliebigen anderen Pfad angeben. Sobald Sie einen neuen
Pfad ausgewählt haben, können Sie auf den Button
Übernehmen klicken, um diesen Pfad
als Voreinstellung für die künftige Suche nach
RPM-Dateien zu verwenden.
Falls der Pfad für Ihre RPMs nicht dem Standardpfad in
Ihren Voreinstellungen entspricht, wird ein Browser-Fenster
angezeigt, in dem Sie den korrekten Pfad für Ihre neuen
RPMs auswählen können.
Im Register Installationsfenster
können Sie unter Paketfarben Ihren
Paketen bestimmte Farben zuweisen. Als Farbcodierung wurde
voreingestellt, daß ältere Pakete in grauer Farbe,
aktuelle Pakete grün und neue Pakete blau dargestellt
werden. Durch die Verwendung verschiedener Farben können
Sie rasch installierte und deinstallierte Pakete unterscheiden
und auf einen Blick erkennen, für welche Pakete die
Funktion Websuche Aktualisierungen
gefunden hat.
Für das Hinzufügen von Dateien in die Liste mit den zu
installierenden Dateien können Sie neben dem hierfür
vorgesehen Dialogfeld auch die Funktionen zum Drag and Drop
nutzen, indem Sie die gewünschten Dateien aus dem GNOME
Dateimanager in die Liste ziehen und
dort ablegen.
Im Register Rpmfind können Sie
Einstellungen für die Funktion
Websuche vornehmen. Unter
Metadata-Server können Sie den Server
auswählen, der für die Suche verwendet werden soll.
Der Eintrag Download Verzeichnis:
ermöglicht es Ihnen, anzugeben, wo die Dateien gespeichert
werden sollen.
Im Register Distributionen können Sie
festlegen, nach welchen Kriterien das am besten geeignete Paket
aus den von Rpmfind ausgegebenen
Suchergebnissen ausgewählt werden soll. Außerdem
können Sie angeben, welche Mirror-Site als Alternative
für das Herunterladen herangezogen werden soll. Je
höher Sie die markierte Datei einstufen (siehe
Abbildung 10-6), desto höher ist die
Priorität, die dieser zugewiesen wird. Wenn Sie hingegen
eine niedrige Einstufung vornehmen (z.B. -1), bedeutet dies,
daß Sie ein bestimmtes Paket eher nicht verwenden
möchten.