Shadow-Passwörter erhöhen die Systemsicherheit dadurch, dass
die verschlüsselten Passwörter (normalerweise im Verzeichnis
/etc/passwd abgelegt) im Verzeichnis
/etc/shadow abgelegt werden, das nur von Root
gelesen werden kann. Während der Installation von Red Hat Linux konnten
Sie wählen, ob der Shadow-Passwortschutz aktiviert werden soll.
Das Paket shadow-utils enthält eine Reihe
von Dienstprogrammen, die Folgendes unterstützen:
Konvertierung von normalen Passwörtern in
Shadow-Passwörter und umgekehrt (pwconv,
pwunconv)
Überprüfung von Passwort, Gruppe und zugehörigen
Shadow-Dateien (pwck, grpck)
Methoden gemäß Industriestandard zum Hinzufügen,
Löschen und Bearbeiten von Benutzerkonten
(useradd, usermod und
userdel)
Methoden gemäß Industriestandard zum Hinzufügen,
Löschen und Bearbeiten von Benutzergruppen
(groupadd, groupmod und
groupdel)
Methoden gemäß Industriestandard zum Verwalten der Datei
/etc/group (gpasswd).
Bitte beachten
Hier noch weitere wichtige Hinweise zu diesen Dienstprogrammen:
Die Dienstprogramme funktionieren unabhängig davon, ob
Shadowing aktiviert oder deaktiviert ist.
Die Dienstprogramme wurden geringfügig modifiziert, um die
Unterstützung der individuellen Benutzergruppen von Red Hat
zu ermöglichen. Eine Beschreibung der Änderungen
finden Sie in der man-Seite useradd. Weitere
Informationen zu benutzereigenen Gruppen finden Sie in
Abschnitt namens Benutzereigene Gruppen.
Das Skript adduser ist durch einen
symbolischen Verweis auf /usr/sbin/useradd
ersetzt worden.
Die Tools im Paket shadow-utils sind weder
für Kerberos noch für LDAP aktiviert. Neue Benutzer
sind daher nur lokale Benutzer.