Bevor Benutzer über eine Workstation in Ihrem Realm mit
kerberisiertem rsh und rlogin
eine Verbindung herstellen können, muss auf der betreffenden
Workstation das Paket xinetd installiert
worden sein, und die Workstation muss in der Kerberos-Datenbank
über einen eigenen Host-Principal verfügen.
Außerdem müssen die Serverprogramme
kshd und klogind Zugriff auf
die Keys haben, die für den Principal ihres Dienstes gelten.
Verwenden Sie kadmin, um einen Host-Principal
für die Workstation hinzuzufügen. In diesem Fall besteht
der Instance aus dem Hostnamen der Workstation. Da Sie das Passwort
für diesen Principal wahrscheinlich nie wieder einzugeben
brauchen und Sie sich deshalb vermutlich keine großen
Gedanken um ein besonderes Passwort machen möchten,
können Sie für den kadmin-Befehl
addprinc einfach die Option
-randkey verwenden, um den Principal zu
erstellen und ihm ein Zufallspasswort zuzuweisen:
addprinc -randkey host/blah.example.com |
Nachdem Sie den Principal erzeugt haben, können Sie nun die
Keys für die Workstation extrahieren. Führen Sie dazu
kadmin direkt auf der Workstation
aus, und verwenden Sie den
kadmin-Befehl ktadd:
ktadd -k /etc/krb5.keytab host/blah.example.com |
Um die kerberisierten Versionen von rsh und
rlogin verwenden zu können, müssen Sie
entweder ntsysv oder
chkconfig benutzen, um
klogin, eklogin und
kshell zu aktivieren.
Darüber hinaus müssen auch andere kerberisierte
Netzwerkdienste gestartet werden. Um den kerberisierten
telnet-Dienst verwenden zu können,
müssen Sie ktelnet mit Hilfe von
ntsysv oder chkconfig
aktivieren.
Falls Sie außerdem FTP-Zugang zur Verfügung stellen
möchten, müssen Sie einen Key für einen Principal
erzeugen und extrahieren. Der Root dieses Key muss FTP lauten, und
als Instance muss der Rechnername des FTP-Servers angegeben sein.
Verwenden Sie anschließend ntsysv
oder chkconfig, um gssftp zu
aktivieren.
Der im Paket imap enthaltene IMAP-Server
verwendet mit Hilfe von Kerberos 5 die GSS-API-Authentifizierung,
sofern er den entsprechenden Key in
/etc/krb5.keytab findet. Der Root für den
Principal sollte imap lauten. Der CVS gserver verwendet einen
Principal mit dem Root cvs; ansonsten ist er identisch mit einem
pserver.