Normalerweise erkennt der Linux-Kernel den gesamten
Hauptspeicher Ihres Systems. Allerdings gibt es gewisse
Umstände, unter denen nicht das ganze RAM erkannt wird.
Es gibt eine Reihe von Methoden, um sicherzustellen, daß
der gesamte Speicher Ihres Rechners vom Linux-Kernel genutzt
wird. Zuerst können Sie durch einen Test feststellen, ob
der Speicher genutzt wird und dann - falls dies nicht der Fall
sein sollte - durch Eingeben einer Option am Prompt
boot: oder Bearbeiten der Datei
/etc/lilo.conf sicherstellen, daß
bei jedem Systemstart der gesamte Speicher dem System zur
Verfügung gestellt wird. (Bei
/etc/lilo.conf handelt es sich um die
Konfigurationsdatei für LILO,
den LInux LOader.)
Öffnen Sie zuerst ein XTerm-Fenster, und geben Sie dann
am Shell Prompt cat /proc/meminfo ein, um
die aktuellen Angaben zur Speichernutzung in Ihrem System zu
ermitteln. Die Anzeige auf Ihrem Bildschirm sieht dann
vermutlich ähnlich wie folgt aus:
total: used: free: shared: buffers: cached:
Mem: 64655360 63033344 1622016 51159040 1552384 33816576
Swap: 73990144 700416 73289728
MemTotal: 63140 kB
MemFree: 1584 kB
MemShared: 49960 kB
Buffers: 1516 kB
Cached: 33024 kB
SwapTotal: 72256 kB
SwapFree: 71572 kB
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Zu den aufgeführten Kategorien zählt unter anderem der
vom Linux-Kernel erkannte Speicher
(Mem:). Wenn Sie beispielsweise
über 128 MB RAM verfügen und unter
Mem nur beispielsweise 64 MB
angezeigt werden, können Sie den Kernel anweisen, den
gesamten Speicher in Ihrem System zu verwenden.
Sie können dem Kernel diesen Befehl am Prompt LILO
boot: durch Eingabe eines Befehls wie
übermitteln. Sobald Sie die Eingabetaste
gedrückt haben, wird Ihr System mit den neuen
Speicheroptionen gestartet. Wenn Sie die Option nicht bei
jedem Boot-Vorgang von neuem eingeben möchten,
können Sie die Option in die Datei
/etc/lilo.conf eintragen. Hierfür
können Sie beispielsweise den Editor
Pico verwenden.
Zuerst müssen Sie sich jedoch durch Eingabe des Befehls
su als Root anmelden. Geben Sie hierzu in
einem XTerm folgenden Befehl ein:
[sie@localhost sie]$ su
passwort: ihrrootpasswort
[root@localhost sie]#
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Geben Sie nun zum Bearbeiten von
/etc/lilo.conf im gleichen XTerm-Fenster
folgendes ein:
[root@localhost sie]# pico /etc/lilo.conf
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Die Datei sieht vermutlich ähnlich aus wie folgt:
boot=/dev/hda
map=/boot/map
install=/boot/boot.b
prompt
timeout=50
image=/boot/vmlinuz-2.2.5-15
label=linux
root=/dev/hda1
read-only
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In dieser Datei fügen Sie folgenden Eintrag als erste
Zeile ein: append="mem=128M".
Nach dieser Änderung sollte die Datei wie folgt aussehen:
append="mem=128M"
boot=/dev/hda
map=/boot/map
install=/boot/boot.b
prompt
timeout=50
image=/boot/vmlinuz-2.2.5-15
label=linux
root=/dev/hda1
read-only
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Durch Drücken von
Strg-X
können Sie Pico beenden.
Sie werden zuvor noch gefragt, ob Sie die Datei speichern
möchten. Drücken Sie die Taste Y,
um Ihre Änderungen zu speichern. Alternativ haben Sie die
Möglichkeit, die Änderungen durch Drücken der
Taste N nicht zu speichern oder durch
Drücken von Strg-C den Vorgang abzubrechen.
Geben Sie nun am Prompt /sbin/lilo ein, um
LILO neu zu starten. Durch Eingeben von
exit können Sie sich als Root wieder
abmelden und durch nochmaliges Eingeben von
exit das Fenster wieder schließen.
Beim Neustart Ihres Systems wird die neue
Speicherkonfiguration an den Kernel übergeben.